3.Runde:
1. und 3.Mannschaft mit tollen Siegen, die 2.Mannschaft versagt dafür.
Die 1.Mannschaft gewinnt mit 5,0:3,0 und bleibt damit weiterhin ein ungeschlagener Aufsteiger.
Die 2.Mannschaft verliert mit 3,5:4,5 knapp, wieder einmal gegen die vermeidlich schwächeren.
Die 3.Mannschaft gewinnt mit 5,5:2,5 das Duell der letzten gegeneinander.
1.Mannschaft
Berichte zur 1.Mannschaft von Jens Prädel und Rudolf Lange
Teil 1 von Jens:
Mit diesem Sieg konnte keiner rechnen!
Wir haben, wie ich in meinem letzten Bericht bereits erwähnte,
das letzte Mal am 27.1.2008 verloren und zwar gegen Chemie Weißensee 3. Mannschaft.
Unser heutiger Gegner wieder Chemie Weißensee, aber diesmal deren 2. Mannschaft.
Wenn man allein die DWZ-Zahlen der Paarungen zu Rate ziehen würde, um den Sieger zu ermitteln,
dann hätten wir heute 2:6 verloren.
| NARVA | 2:6 | Chemie |
Brett 1 | 1908 | 0,5:0,5 | 1889 |
Brett 2 | 1947 | 0,5:0,5 | 1933 |
Brett 3 | 1707 | 0:1 | 1906 |
Brett 4 | 1671 | 0:1 | 1912 |
Brett 5 | 1768 | 0:1 | 1834 |
Brett 6 | 1683 | 0:1 | 1826 |
Brett 7 | 1666 | 0:1 | 1854 |
Brett 8 | 1760 | 1:0 | 1436 |
Zum Glück werden die Partien aber auf dem Brett entschieden.
Brett 1, 4, 7 und 8 wurden zwar tatsächlich entsprechend meiner Prognose entschieden,
aber alle anderen Bretter endeten mit einer positiven Überraschung für uns.
Jürgen an Brett 8 habe ich gleich etwas unter "Druck" setzen müssen, mit dem Hinweis,
daß wir seinen Sieg heute unbedingt brauchen.
Er setzte diese Aufgabe ohne lange zu zögern sofort um.
Erst 1 Mehrbauer, dann 2, kurz danach 3 und schließlich noch eine Leichtfigur. Sein Gegner gab auf: 1:0 für uns.
Auf allen anderen Brettern zu diesem Zeitpunkt ausgeglichene Stellungen.
Da ich mit meiner Partie ausreichend zu tun hatte,
habe ich die Reihenfolge und das Zustandekommen der nächsten Ergebnisse nicht ganz mitgekriegt.
Ich glaube, zuerst remisierte Tomas an Brett 1, bevor Hilmar an Brett 2 einen vollen Punkt holte.
2,5:0,5 für uns.
Damit bereits einen halben Punkt über der Prognose, aber Brett 3 bis 7 noch nicht entschieden.
Als nächstes wurde die Partie an Brett 6 mit einem überraschenden Sieg für Alexander entschieden.
3,5:0,5 für uns!
Damit war es für mich leichter, meine bereits verlorene Partie aufzugeben.
In einem Bauernendspiel sah ich mich einem freien Mehrbauern gegenüber,
der trotz zweier Extratempis meinerseits nicht mehr zu halten war.
Fast zur gleichen Zeit verlor auch Rudolf an Brett 4, so daß es auf einmal 3,5:2,5 für uns stand.
Die beiden noch offenen Partien boten alles an Spannung, was möglich war.
Dieter befreite sich aus einer gefährlichen Stellung,
gewann immer mehr Oberwasser und sein Gegner kam in bedrohliche Zeitnot.
Schließlich konnte Dieter nach einem furiosen Finale den überraschenden Mannschaftssieg sichern,
als sein Gegner 2 Züge vor dem Matt aufgab.
4,5:2,5 für uns!
Derweil ging es auf Ekkehards Brett mächtig zur Sache.
Schwere Figuren belauerten sich, beide kommen in Zeitnot.
Es kommt zum großen Abtausch, der eine Blitzschachphase folgt.
Ekkehard mit Springer und einem Bauern wehrt sich gegen Läufer und 2 Bauern seines Gegners.
Erst als alle Bauern vom Brett sind, "einigt" man sich auf Remis.
Tolle Leistung auch von Ekkehard,
der erst früh aus der Nachtschicht gekommen ist und dafür ganz schön ausgeschlafen gespielt hat.
Hut ab!
Damit endet der Mannschaftskampf mit einem 5:3-Heimsieg für uns!
Und ganz ehrlich - mit diesem Sieg konnte keiner rechnen!
Teil 2 von Rudolf:
"Sensationssieg von Narva 1!"
Heute empfingen wir als Gastgeber die zweite Mannschaft von Chemie Weißensee,
die mächtig rangeklotzt haben und fast in Bestbesetzung angetreten sind.
So dachte denn auch unser ML,
dass ein Mannschaftssieg in weiter Ferne wäre - angesichts eines Gegnerschnitts von 1930 an den ersten vier Brettern und etwa 1730 an den letzten vier.
Es sollte allerdings ganz anders kommen...
Am schnellsten konnte sich unser "Legionär" Jürgen an 8 auf den Heimweg machen:
Als ich das erste Mal meine Runde drehte, hatte er schon einen Bauern gewonnen und die bessere Stellung.
Noch vor 10 Uhr war die Partie beendet und es stand 1:0 für uns.
Spitzenbrett Tomas "alter Schwede" Segerberg gab seine Partie kurz darauf Remis.
Viel war davon nicht mitzubekommen, seiner Angabe zufolge war ihm wohl ein "dummer" Zug unterlaufen.
So ist das: Wenn ich mal einen "dummen" Zug mache, ist die Partie in der Regel gelaufen...
Zwischenzeitlich hatte sich Hilmar an Brett 2 eine schöne Stellung erarbeitet,
der Riesenspringer auf d6 lag schon in der Luft.
Von den verbleibenden Brettern sah einzig die Stellung unseres Kapitäns Jens nicht gerade rosig aus;
es bahnte sich ein verlorenes Bauernendspiel an.
Gegen 11 Uhr wurde Hilmars Gegner nervös (eine Spezialität unseres "Einpeitschers"!).
Eine halbe Stunde später war der volle Punkt eingefahren,
Jens klammerte noch ein bisschen, musste sich aber letztendlich geschlagen geben.
Somit lautete der Zwischenstand um halb zwölf 2,5:1,5 für uns.
Ich zeigte mich meinem Kontrahenten gegenüber zu zaghaft und musste - wieder einmal in Zeitnot - meine Stellung kurz vor Matt aufgeben.
Das Endspiel war aber ebenfalls nicht zu halten.
Zumindest scheint meine Rolle als "Vorstopper" zu funktionieren - während ich "vorne" Prügel kassiere
(war vor der Saison anders geplant
, punkten Hans-Dieter und Alexander fleißig durch!
Heute spielten die beiden wieder ganz saubere Partien gegen nominell stärkere Gegner.
Der Doktor behält somit die weiße Weste, sein Gegner in der ersten Runde war lieber gleich ganz zu Hause geblieben.
Nicht zu vergessen ist heute der "letzte Mann" Ekkehard:
Ganz cool hielt er das Remis gegen seinen kompromisslos spielenden Rivalen und wirkte nach 5 Stunden Schach immer noch so frisch wie am Morgen!
Damit lautete das Endergebnis 5:3 für Narva und wieder 2 volle Mannschaftspunkte!
ML Jens und ich waren zunächst ganz ungläubig, einige Mannschaftsmitglieder fanden die unerwartete Verteidigung der Tabellenführung gar "beängstigend".
Das kann man durchaus als Warnung für die kommende Gegenrschaft verstehen:
Wir sind so furchterregend, wir haben sogar Angst vor uns selbst!
Nachdem der erste Schrecken überwunden war, lud das Spitzenbrett auf einen Siegestrunk ein.
Vielen Dank dafür, Tomas!
Und Dank an alle Mitstreiter für die tolle Mannschaftsleistung.
So kann es weitergehen, am 6.12. (Nikolaus!) dann bei der TSG Oberschöneweide
(da könnt ihr Rache nehmen für die 2.Mannschaft *Thomas).
Mit so viel Herz wie heute können wir alle schlagen!!!
Jens Prädel (Mannschaftsleiter)
Rudolf Lange (Spielleiter)
2.Mannschaft
Bericht zur 2.Mannschaft von Thomas Mothes:
Es kam wie es kommen mußte!
Und dabei wollten wir doch keine Geschenke mehr machen.
Aber wie immer, tun wir uns gegen die "kleinen" Schwer.
Ich machte gleich den Anfang, nach 16 Zügen hatte ich genug.
Schon die Eröffnung besch... gespielt, war ich nur am verteidigen.
Dabei baute ich noch einige derbe Fehler ein. Also 0:1
Gleich danach blieb auch bei Dirk nur noch der König auf dem Brett und er gab auf. 0:2
Siegfried hatte sich in ein Damenendspiel mit jeweils 5-6 Bauern gebracht und sicherte sich das Remis. 0,5:2,5
Jetzt konnten kurz hinter einander Wesko und Jörg für volle Punkte sorgen.
Wesko hatte schon nach der Eröffnung eine Figur mehr, der Gegner wollte aber die Vollstreckung sehen.
Dabei baute er auch noch Pattdrohungen auf, aber Wesko blieb Cool und sicherte sich den Punkt.
Jörg hatte zu Beginn noch einen Bauern eingestellt, wurde dadurch aber geweckt und erspielte sich danach deutlichen Figurenvorteil.
Auch hier ging es fast bis zum Matt. 2,5:2,5
Ronald mußte zu Beginn arg kämpfen.
Sein Gegner spielte Blitz und dass wirkte sich dann auch in der Stellung aus.
So übersah er auch einen klaren Gewinnzug (zum Glück) und Ronald konnte sich mehr und mehr Vorteil erspielen. 3,5:2,5
Nun blieben noch die beiden ersten Bretter. Ulrich und Jörn.
Jörn hatte schon früh des Gegners Dame und Turm mittig in seiner Stellung.
Es gelang dem Gegner aber nicht schon hier die Partie zu entscheiden.
So zog sich das ganze bis ins Endspiel mit 2 Minusbauern für Jörn.
Am Ende blieb Jörn bei K+T und K+T+B+B die Wahl zwischen Turmverlust oder Matt.
Er wählte die 3.Variante und trat die Heimreise an. 3,5:3,5
Nun lag alle "Last" auf Brett 1.
Ulrich hatte einen Minusbauern, konnte aber gut dagegen spielen.
Nachdem bei den Bauern wieder Gleichstand hergestellt war, blieb ein freilaufende A-Bauer,
der mit Hilfe des Läuferpaares nach vorne marschierte.
Der Gegner verbrauchte dabei aber viel Zeit und ging in Zeitnot über den 40. Zug.
Es bleiben K+S+L+4B und K+2L+4B.
Schwarz kann dann den Läuferabtausch erzwingen und Ulrich muß dann den Springer geben um den Bauern am durchlaufen zu hindern.
Schwarz kann dann mit den letzten Minuten auf der Uhr die Partie gewinnen.
Damit sind wir wieder voll im Abstiegskampf angekommen.
Aber jetzt darf es keine Geschenke mehr geben, auch nicht an Nikolaus!
Thomas Mothes (Mannschaftsleiter)
3.Mannschaft
Bericht zur 3.Mannschaft von Thomas Mothes:
Mit erstem Sieg die "Rote Laterne" abgegeben!
Für die 3.Mannschaft ging es heute in Wildau darum, den letzten Platz los zu werden.
Das gelang auch, mit einem 5,5:2,5 gegen die 2.Mannschaft von Motor Wildau.
Dabei haben einige was für ihre DWZ getan.
Sven kann an Brett 1 gewinnen, gegen Dieter Junghänel (DWZ 1484)!
Marte gewinnt seine erste Partie, gegen Sven Huhndt (1438).
Jenny gewinnt ihre erste Partie, gegen Kai-Uwe Hötker (791).
Felix gewinnt auch seine erste Partie, gegen Erik Domke (ohne).
Dietmar kann auch gewinnen (Jonas Zacharias, ohne DWZ) und ist noch ungeschlagen.
Manfred S. kommt zu einem Remis gegen Hartmut Werner Bradtke (1364).
Nur Zenon und Diem verlieren.
Zenon gegen Ingrid Zschau (1395), da lief es in der 2.Mannschaft aber besser.
Diem verliert gegen Günther Huhndt (1444).
Thomas Mothes (Webmaster)